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Wohnbedürfnisse

WohnträumeWohnungen und Wohnsiedlungen werden unter anderem durch die Brille der eigenen Wohnbedürfnisse und –erfahrungen beurteilt. In der Wohnsoziologie wird davon ausgegangen, dass es bei aller Verschiedenheit von Wohnbedürfnissen und Wohnformen doch relativ konstante Grundbedürfnisse gibt, die das Wohnen bestimmen. Das sind:

 

  • Das Streben nach Sicherheit, Schutz und Geborgenheit.
  • Der Wunsch nach Beständigkeit und Vertrautheit.
  • Die Suche nach einem räumlichen Rahmen, der die Möglichkeit der Selbstverwirklichung bietet.
  • Das Bedürfnis nach Kontakt und Kommunikation.
  • Der Wunsch nach Selbstdarstellung (Demonstration des sozialen Status).

Neben diesen primären Grundbedürfnissen gibt es auch sozialvermittelte Bedürfnisse, welche sich aus gesellschaftlich dominanten Leitbildern des Wohnens ableiten und deshalb einem schnelleren Wandel unterworfen sind. Solche Bedürfnisse werden beispielsweise durch Bilder in der Werbung (siehe Hypothekenwerbung der Grossbanken), oder TV-Serien beeinflusst. Die Medien spielen hier generell eine wichtige Rolle. Die Ansprüche an das Wohnen ändern sich auch im Laufe eines Lebensalters und den damit verbundenen Lebensumständen (Familienform, Einkommen, Beruf, Gesundheit).

Wir beschäftigen uns mit dem Thema „Wohnbedürfnisse“ in folgenden Schritten:

  • Zuerst geht es um unsere eigenen Wohnwünsche und –träume. Anhand von Bildern oder eigenen Darstellungen versuchen wir, unseren Vorstellungen vom „idealen Heim“ Ausdruck geben.
  • In einem zweiten Schritt analysieren wir unsere persönliche Wohnsituation. Wir machen uns ein Bild der eigenen Wohntätigkeiten und derjenigen unserer Mitbewohner und –bewohnerinnen und fragen uns, ob diese mit den realen Raumverhältnissen und Einrichtungen übereinstimmen.
  • Anhand von Fotomaterialien setzen wir uns mit der Wohnung und Wohnungseinrichtung anderer Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen auseinander.

Lernziele

  1. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihrer eigenen Wohnwünschen und -bildern auseinander. Sie versuchen, den persönlichen Hintergründen von Wohnbedürfnissen auf die Spur zu kommen.
  2. Sie erkennen, dass die Art und Weise, wie wir uns einrichten, ebenso mit Bildern und Überlieferungen wie mit konkreten Wohnbedürfnissen und -tätigkeiten zu tun hat.
  3. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die Umsetzung von Wohnbedürfnissen in konkrete Wohnräume und Einrichtungen durch die finanziellen Möglichkeiten, aber auch durch kulturelle, gesellschaftliche und soziale Faktoren mitbestimmt sind.
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