Die Ebene des Rafzerfeldes zieht sich vom Rhein bei Hohentengen (340 m.ü.M) bis nach Rafz (420 m.ü.M). Rund 1/5 ihrer Fläche liegt auf deutschem Boden. Zwischen Wil und Rafz erreicht das weite Tal eine Breite von über 2 Kilometern. 1990 umfassten die Gebiete, wo Kies abgebaut und verarbeitet oder Material aufgefüllt wurde, 70 Hektaren, dies entspricht der Fläche von rund 100 Fussballfeldern. Mit dem Kiesabbau wird die Landschaft des Rafzerfeldes grossflächig und für immer verändert, dieser Prozess wird sich noch mindestens 40 Jahre fortsetzen. Wie soll das Rafzerfeld in den Jahren 2020, 2040 und 2060 aussehen und genutzt werden? Der Kiesabbau hat zur Folge, dass das Rafzerfeld als Landschaft neu gestaltet und die Nutzung dieses Raumes neu festgelegt werden müssen. Dabei gilt es zahlreiche Rahmenbedingungen und Unsicherheiten zu beachten wie beispielsweise die bereits rekultivierten Flächen, Verkehrswege, Grundwasservorkommen, Naturschutzanliegen, die Entwässerung, die Anforderungen der Landwirtschaft sowie die Menge und Qualität des Auffüllmaterials. Das Rafzerfeld ist permanent im Umbau und bewegt sich dabei auf den im Gesamtkonzept skizzierten Endzustand zu. Neben den zahlreichen Einschränkungen gibt es für die Umgestaltung des Rafzerfeldes aber auch Freiräume.
