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Kiesabbau am Beispiel des Rafzerfeldes

RafzerfeldDas Rafzerfeld liegt im Norden des Kantons Zürich, jenseits des Rheins. Es grenzt an Deutschland und an den Kanton Schaffhausen. Intensiver Ackerbau aber auch grosse Löcher in der Landschaft und ein starker Lastwagenverkehr prägen das Gebiet: Das Rafzerfeld lebt seit den 60er Jahren mit den Folgen des intensiven Kiesabbaus. Da sich die Kiesvorkommen im Kanton Zürich weitgehend auf das Zürcher Unterland konzentrieren, besteht ein grosses, übergeordnetes Interesse an der Nutzung dieser Ressource. Der Kiesabbau im Rafzerfeld bietet eine gute Möglichkeit, sich mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II auf ungewohnte Weise den Themen Siedlungsentwicklung und Raumplanung zu nähern:

  • Die Entwicklung des Kiesabbaus im Rafzerfeld ist - wie andernorts in der Schweiz - eine direkte Folge unserer Siedlungsentwicklung. Ob Strassen, Brücken, Gebäude oder Staumauern: Kaum ein Bauwerk kommt heute ohne Kies oder Beton aus. Kiesgruben liefern den Baustoff und nehmen zudem Aushubmaterial entgegen. Sie haben eine zentrale Bedeutung im Kreislauf von Bau- und Deponiestoffen.
  • Am Beispiel des Kiesabbaus lassen sich zwei Aufgaben der Raumplanung sehr gut aufzeigen: Die Raumplanung bemüht sich, einen Ausgleich zwischen den Interessen verschiedener Akteure herzustellen. In diesem Falle geht es um Kiesunternehmen, Landwirte, Gemeindebehörden, verkehrsgeplagte Anwohner, Naturschützer und diversen kantonale Stellen. Ausserdem sorgen die kantonalen Raumplanungsbehörden dafür, dass die übergeordneten volkswirtschaftlichen und ökologischen Interessen genügend Beachtung finden.
  • In Kiesabbaugebieten hat die Raumplanung nicht nur eine koordinierende sondern auch eine gestaltende Aufgabe: Kiesabbau bedeutet Landschaftswandel im grossen Stil und zwingt zu einer bewussten und geplanten Rekultivierung. Es tun sich neue Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten auf. Zugleich gilt es, Einschränkungen und Sachzwänge zu beachten.

Das Fallbeispiel ist in drei Themenbereiche gegliedert:

  • Stoffkreislauf
  • Kiesabbauplanung
  • Landschaftsgestaltung

Allgemeine Lernziele des Fallbeispiels:

  • Die Schülerinnen und Schüler kennen die Bedeutung des Rohstoffes Kies und die Funktion der Kiesabbaugebiete im Kreislauf der Bau- und Deponiestoffe.
  • Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Interessen, welche sich rund um den Kiesabbau manifestieren, auseinander. Sie verstehen die Aufgaben der Raumplanung im Zusammenhang mit dem Kiesabbau und sie kennen die entsprechenden Planungsinstrumente.
  • Die Schülerinnen und Schüler erfahren, was es bedeutet, Landschaft neu zu gestalten. Sie setzen sich mit den Freiräumen und Sachzwängen dieser Aufgabe auseinander.

 

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