raumplanungmachtschule

Steuerung durch die Raumplanung - Arbeitsvorschläge

1. Akteure und Interessen

Die Schülerinnen und Schüler lesen die Planungsgeschichte und identifizieren die darin aufgeführten Akteure und ihre Interessen. Die Ergebnisse werden in der ganzen Klasse zusammengetragen.

Die Akteure werden nach ihren Interessen gruppiert. Z.B.:
Bauherrschaft, Investoren etc.
öffentliche Hand (Gemeinde, Kanton)
Mitwirkende BürgerInnen, Organisationen und Einsprecher

  • Welches sind die Rollen der Akteure und welche Interessen oder Ziele verfolgen sie?
  • Welches sind die Möglichkeiten der Akteure, ihre Interessen und Ziele durchzusetzen (worauf beruht ihre ‚Macht’?)

Materialien:


2. Ziele und Instrumente der Raumplanung

Die Lehrperson erklärt in einem Einführungsreferat die Ziele und Grundsätze der Raumplanung, die Bedeutung des kantonalen Richtplans, die Rolle des Zonenplans sowie des Bau- und Zonenreglements zur Beurteilung von Bauvorhaben und die Bedeutung von Gestaltungsplänen. Die Schülerinnen und Schüler können sich dieses Grundwissen auch durch eigenes Textstudium erarbeiten.

  • In welcher Zone befindet sich das Areal des Gäuparks?
  • Was gelten hier für Vorschriften?
  • Welche Bedeutung hat der kantonale Richtplan?
  • Weshalb braucht es einen Gestaltungsplan?

Materialien:

Kater

 

3. Einsprachemöglichkeiten von Betroffenen und Verbänden

Die Schülerinnen und Schüler diskutieren, welche Einflussmöglichkeiten die Bevölkerung, die Nachbarschaft und Umweltverbände auf ein Projekt wie den Gäupark haben:

  • Was geht mich als Bürgerin oder Bürger der Bau des Einkaufszentrums Gäupark an? Welche Vorteile und Nachteile hat dies für mich als (angenommene) Bürgerin oder Bürger von Egerkingen?
  • Welche Möglichkeiten habe ich, meinen Einfluss geltend zu machen?
  • Wer sind die Einsprecher im Beispiel Gäupark? Wie sind sie betroffen?
  • Gegen was richtet sich inhaltlich die Einsprache des VCS?
  • In welchem Verfahren (Gestaltungsplan oder Baugesuch) wird Einsprache erhoben?

Materialien:

 

"In Wirklichkeit ist es meist noch etwas komplizierter. Die Raumplanung und ihre Vorgaben beeinflussen nicht nur Projekte. Projekte können auch auf die Instrumente der Raumplanung zurück wirken. Der kantonale Richtplan wurde inzwischen bezüglich publikumsintensiver Anlagen überarbeitet. Ob man den Gäupark wohl unter den heute geltenden Regeln bauen könnte?"

Urban