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Einkaufsverhalten

EinkaufsverhaltenDie Konsumgewohnheiten der Schweizerinnen und Schweizer haben sich in den letzten Jahrzehnten merklich geändert. Die Ausgaben für Nahrung und Bekleidung beanspruchen einen immer kleineren Teil der Konsumausgaben. Gleichzeitig ist die Bedeutung des Einkaufens in der Freizeitgestaltung gestiegen. Die Daseinsgrundfunktion „sich versorgen“ zerfällt in das Einkaufen für den täglichen Bedarf, das eher als lästig empfunden und rationell - oft in Form wöchentlicher Grosseinkäufe mit dem Auto - erledigt wird, und in das Shopping, welches sich zu einer eigentlichen Freizeitbeschäftigung entwickelt hat. Der Detailhandel reagiert auf die veränderten Einkaufsgewohnheiten und weckt mit neuen Angeboten neue Kundenbedürfnisse: Convenience-Food füllt die Kühlregale. Online Shopping und Tankstellen-Shops erlösen uns von Ladenöffnungszeiten. Einkäufe werden vermehrt im nahen Ausland oder im nächsten Aldi getätigt. Marken sind in. Billig-Linien und Luxus-Sortimente ergänzen die herkömmlichen Angebote.

Die Konsumenten beeinflussen mit ihrer Kaufkraft, welche Geschäfte sich im harten Konkurrenzkampf des Detailhandels behaupten können und welche nicht. Einkaufsentscheide prägen nicht nur die Zukunft einzelner Geschäfte, sondern ganzer Standorte. Wo das Ladenangebot attraktiv ist, finden auch neue Läden gute Bedingungen, wo viele Läden schliessen, wird die Situation auch für die verbleibenden immer schwieriger. Wie ordnet sich das Einkaufsverhalten der Schülerinnen und Schüler und der Haushalte, in denen sie leben, in diese Konsumlandschaft ein?

 

Lernziele:

  • Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit dem eigenen Einkaufsverhalten auseinander und erkennen, dass Einkaufen in der Regel mit dem Zurücklegen von Wegen und Aufsuchen von Orten verbunden ist.
  • Die Schülerinnen und Schüler kennen die wichtigsten Trends im Einkaufsverhalten und können ihre eigene Familie darin einordnen. Sie wissen, wie sich die Konsumausgaben der Haushalte in den letzten Jahrzehnten verändert haben.